Praxisschulter - Dr. Erna Schulter, Psychotherapeutin

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Dr. Erna Schulter
Psychotherapeutin

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Das BURN-OUT-Syndrom

Ist ein Zustand körperlicher, psychischer und emotionaler Erschöpfung.

Burn-out ist im Beruf ein weitverbreitetes Phänomen,  aber auch häufig Ausdruck von „krank machenden“ Beziehungen und Beziehungserfahrungen.

 

Das Ausbrennen ist ein Prozess, bei dem durch eine allmähliche Veränderung aus einer Belastung eine Überlastung wird, aus einer Herausforderung eine Überforderung.

Laut neuesten Erkenntnissen der Forschung lassen sich zwei Typen von Risiko-Persönlichkeiten unterscheiden:

 

1)Selbstverbrenner: das sind idealistisch veranlagte Menschen, die sehr hohe Ansprüche an sich selbst haben und dazu neigen, unangemessen mit ihren Kräften umzugehen.

2)Verschleisser:dabei handelt es sich um Menschen,die vorallem die Ansprüche anderer erfüllen wollen.

 

Diesen beiden Charaktertypen ist eines gemein, dass sie schlecht "nein" sagen  können- entweder zu den eigenen oder zu den fremden Ansprüchen oder den Anforderungen,die ihnen andere abverlangen. (Geo-Kompakt Nr. 40,2015"Wege aus dem Stress")

Burn-out hat aber nicht nur einen individuellen Anteil, sondern kann vorallem auch als Problem unseres gesellschaftlichen Systems gesehen werden.die Art zu wirtschaften und unsere Gesellschaft zu gestalten. Ausbeuterische Strukturen in den Firmen,inkompentente Leitung, Kolleginnen, schlechte Wirtschaftslage uvm.

 

Das Ausgebrannt sein ist die Folge eines unbedankten Einsatzes.

Burn-out ist eine Reaktion auf permanent chronisch- negativ- belastenden Stress,die Unfähigkeit zu entspannen und lang andauernder einseitiger Energieabgabe ohne Energienachschub.

 

Stresssituationen gehören zum alltäglichen Leben und keine Mensch bleibt verschont von einschneidenen Ereignissen wie Jobverlust, privaten Problemen, Tod eines Angehörigen, Trennungen, Konfliktsituationen und alltäglichen Ärgnernissen.

Ob Stress nun als angenehme oder unangenehme Herausforderung empfunden wird, hängt von 

1) der Dauer der Stresssituation

2) der Intensität

3) und ob der Betroffene, das Gefühl hat, die Aufgabe bewältigen zu können

 

Immer mehr Menschen geben an, unter chronischen Stress und Zeitmangel zu leiden.

  • Es muss in immer weniger Zeit mehr produziert werden." Zeit ist Geld!"
  • Beruf und Privatleben werden immer mehr vermischt: viele arbeiten häufig auch in ihrer Freizeit und sind durch neue Technologien permanent erreichbar, Anrufe oder E-Mails erreichen den Arbeitnehmer auch außerhalb der Arbeitszeit.Dadurch fällt es schwer, nach der Arbeit abzuschalten.
  • der Arbeitnehmer hat oft nicht mehr das Gefühl, dass sich sein Einsatz lohnt,durch Beschleunigung, Umstrukturierung, steigender Leistungsdruck und immer höher werdenden Anforderungen. Es klafft die Lücke zwischen Leistung und Gegenleistung - wenig Anerkennung, kein Gefühl das Arbeitspensum gut abgearbeitet zu haben.
  • weitere Auslöser  am Arbeitsplatz können sein:
  • mangelnder Informationsfluß
  • unklare Aufgabenstellungen
  • häufige Störungen und Unterbrechungen
  • geringer Rückhalt im Team
  • subotimale Umgebungsbedingungen wie Lärm, Hitze oder einseitige Körperhaltung
  • Mobbing

 

 

Welche Signale und Symptome deuten auf Burn-out hin?

 

Das Burn-out- Syndrom ist eine Mischform aus:

 

1)Psychischen Beeinträchtigungen

  • Gefühlen der Erschöpfung,
  • der Ohnmacht,
  • reduzierte Belastbarkeit,
  • Überforderung bei kleinsten täglichen Aufgaben,
  • Resignation,
  • Enttäuschung,
  • depressiver Verstimmtheit,
  • einem Gefühl der inneren Leere,
  • völlige Unfähigkeit zu entspannen,
  • leichte Reizbarkeit und Ungeduld,
  • sozialer Rückzug ( die Mitmenschen werden häufig als belastend erlebt)

2) Physisch:oft begleitet mit körperlichen (psychosomatischen) Beschwerden wie:

  • Magen- Darm -Beschwerden
  • Herzkreislaufsymptome,
  • Bluthochdruck
  • Kopfschmerzen
  • Rückenprobleme.
  •  Schlafstörungen
  • Schmerzen
  • Anfälligkeit für Infekte
  • Störungen des Sexuallebens(Erektionsprobleme, Lustlosigkeit)
  • permanente Müdigkeit

Eigene hohe Erwartungen(Perfektionismus), immenser Druck in der Arbeit, Angst um den Arbeitsplatz oder Mobbing durch Chef oder Arbeitskollegen führen über einen längeren Zeitraum in eine Abwärtsspirale, aus der man alleine nur mehr schwer ausbrechen kann.

Die Betroffenen fühlen  sich oft wie in einem Hamsterrad, aus dem sie nicht mehr aussteigen können.

Wenn in Beziehungen der Partner/In jedes emotionale Echo schuldig bleibt, sollten Sie diese erschöpfende Situation ändern und nicht unter allen Umständen aufrecht erhalten.

Für diejenigen, die brennen, sich aber nicht verheizen lassen wollen, gibt es eine Zauberformel: „Es geht auch anders“ Investieren sie ihre Energien auch in sich selbst.

 

Therapie

Wenn dieser Kreislauf nicht unterbrochen wird oder das Hamsterrad,  nicht gestoppt wird, bleiben Gefühle der Unzulänglichkeit und ein geringes Selbstvertrauen zurück und die körperlichen Beschwerden nehmen an Stärke und Häufigkeit zu.

Oft kann man wenig an den beruflichen  Umständen ändern, sehr wohl aber an der Art und Weise wie wir damit umgehen.

Eigene Wertvorstellungen und Glaubenssätze werden in einer Therapie kritisch hinterfragt und auf ihre Aktualität hin überprüft.

Sie sollen wieder Entscheidungen ihrer aktuellen Lebensführung treffen können und neu gestalten, schädigendes Verhalten und Gewohnheiten verändern und vernachlässigte und/ oder neue hilfreiche  Ressourcen, Fähigkeiten und Freuden des täglichen Lebens wieder integrieren.

Je nach Schweregrad benötigen  die Betroffenen zusätzlich zu einer psychotherapeutischen Behandlung oft auch eine medizinische Behandlung ihrer körperlichen Symptome.